Sonntag, 05 Februar 2023

29.09.2018 - 05. Spieltag: SV Union Heyrothsberge - TuS Schwarz-Weiß Bismark 4:3 (1:1)

Fußball-Landesliga Union Heyrothsberge bezwingt TuS Schwarz-Weiß Bismark im Heimspiel mit 4:3

Im Spiel eins nach dem Rücktritt von Trainer Torsten Marks hat sich der SV Union Heyrothsberge in der Fußball-Landesliga rehabilitiert. Beim 4:3 (1:1)-Heimsieg gegen den TuS Schwarz-Weiß Bismark half zwar das Glück gehörig nach, doch das hatten sich die Unioner zuvor hart erarbeitet.

Von Björn Richter

Heyrothsberge l Noch Minuten nach dem Abpfiff stand Niklas Kannenberg in der ganzen Leere von 7,32x2,44 Metern und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Momente zuvor hatten sich die Arme des Mannes zwischen den Pfosten vom TuS Schwarz-Weiß Bismark noch ein Stück weiter oben befunden. Das Signal an die Mitspieler in der 88. Minute: Alles klar, dieser Ball ist weg. Und eigentlich sprachen die Gesetzte der Physik auch dafür, dass seitens der abgerutschten Flanke von Philipp Spengler keine Gefahr drohte. Immerhin nahm ihre Flugbahn fast von der Grundlinie aus ihren Anfang. Ob Luftverwirbelungen oder ein böser Geist, der im Inneren des Spielgeräts erwachte – hinter Kannenberg am kurzen Pfosten senkte sich der Ball plötzlich und rotierte in die Richtung, aus der er gekommen war. Hinein ins Tor und hinein in den Heyrothsberger Wahnsinn, der dem Landesligisten am Sonnabend einen 4:3 (1:1)-Heimsieg bescherte.

„So ein Tor fangen wir uns eigentlich sonst nur“, befand Union-Teammanager Olaf Milz nach dem Abpfiff und er hatte nicht ganz Unrecht. Zwei der drei Gegentreffer ließen nämlich Keeper Christopher Biegelmeier schlecht aussehen, der beim 1:2 gegen die Sonne schaute (53.) und beim 3:3 durch Felix Knoblich per direktem Freistoß auf dem falschen Fuß erwischt wurde (87.). Dazwischen hatte erst Marcel Gieseler die Gastgeber mit einem Elfmeter nach Foul an Stefan Groth auf 2:2 herangebracht (67.), ehe Tim Rieche eine Eingabe von Nils Fischer zur 3:2-Führung verwertete (85.) und die Unioner erstmalig in den Freudentaumel stürzte. Verglichen mit den Jubelstürmen nach Spenglers Geniestreich fiel der kurze Freudentanz aber fast verhalten aus.

Ohnehin wirkte Heyrothsberge zuvor seltsam emotionslos. Zwar glich Gieseler den frühen Rückstand (11.) mit einem direkt verwandelten Freistoß nach 32 Minuten aus, „aber trotzdem hat uns auch danach die Leidenschaft gefehlt. Als diese dazukam, haben wir uns am Ende zum Glück doch noch belohnt“. Durch den Sieg über das weiterhin sieglose Schlusslicht verschafften sich die Unioner nämlich vorerst etwas Luft zu den Abstiegsrängen und kletterten auf Platz neun. Insofern war es am Ende zweitrangig, wie der Sieg zustande kam. „Dieses Spiel positiv zu gestalten, stand über allem. Daher ein ausdrückliches Lob an die Mannschaft und Trainer Matthias Schumburg.“

Union: Biegelmeier – Gieseler, Krümling, Horn (46. Kloska), Freiknecht, Völckel, Fischer, Rieche, Bach (90. Thormeier), Groth, Rüdiger (63. Spengler)

Bismark: Kannenberg – Köhn, Sikulskyi, Kroschel, Rämke, Metzger, Rogge (78. L. Motejat), Grempler, Knoblich, Jubert (46. Wagener), T. Motejat

Tore: 0:1 Philipp Grempler (11.), 1:1 Marcel Gieseler (32.), 1:2 Steffen Rogge (53.), 2:2 Marcel Gieseler (67., FE), 3:2 Tim Rieche (85.), 3:3 Felix Knoblich (87.), 4:3 Philipp Spengler (88.)

SR: Benedict Ohrdorf (Haldensleben), Leon Kocherscheid, Norman Schmelzer; ZS: 63; Gelb-Rot: Martin Köhn (66., wdh. Foulspiel) -Bismark

Quelle: Burger Volksstimme vom 01.10.2018

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