Samstag, 10 Dezember 2022

2022.10.01 - 05. Spieltag: SV Eintracht Salzwedel - SV Union Heyrothsberge 1:2 (1:2)

Union landet im Debüt von Neu-Trainer Marcel Gieseler ersten Saisonsieg

Quelle: Burger Volksstimme vom 04.10.2022

Ob vom Wechsel auf der Trainerbank der erhoffte Impuls ausgegangen ist, konnte die 90-minütige Momentaufnahme in Salzwedel noch nicht klären. Doch beim 2:1 (2:1)-Auswärtserfolg vom Sonnabend präsentierte sich ein völlig anderes Union Heyrothsberge als in den ersten vier Saisonspielen.

Er hätte die Regeln der Diplomatie und Bescheidenheit außer Acht lassen und sich rühmen können. Als neuer Beauftragter für Fußballwunder beim SV Union zum Beispiel. Doch als solcher sieht sich Marcel Gieseler ebenso wenig wie als jemand, der alles grundlegend anders machen möchte als sein Vorgänger. Angesprochen auf das, was sich in den beiden Wochen nach der Trennung von Trainer Tino Beyer beim Fußball-Landesligisten aus Heyrothsberge gewandelt haben, sagte Neu-Coach Gieseler also: „Das kann ich relativ schlecht beurteilen, da ich verletzungsbedingt nurselten mit der Mannschaft trainiert habe.“ Fakt ist dagegen: „Co-Trainer Mathias Schumburg und ich haben die Intensität unter der Woche hochgefahren. So, als würden wir noch einmal eine Saisonvorbereitung absolvieren. Die Jungs sind dabei gut mitgegangen und haben es uns leicht gemacht.“

Am Ende bescherte die Mannschaft also nicht nur ihrem neuen Cheftrainer einen Einstand nach Maß, sondern belohnte sich selbst mit dem ersten Saisonsieg. Der 2:1 (2:1)-Erfolg beim Aufsteiger in Salzwedel sei „ein erster Schritt in die richtige Richtung“. Nicht mehr, aber auch nicht weniger nach dem katastrophalen Saisonstart mit der 1:9-Abreibung gegen Warnau als Negativhöhepunkt. Den Rückgriff auf die Demütigung im Heimspiel vor zwei Wochen bemühte das Trainergespann dann übrigens vor dem Gastspiel in der Altmark gar nicht. Stattdessen sollten Zahlen helfen, dem Team den Weg zu mehr Selbstvertrauen zu weisen: „Wir haben den Jungs in der Kabine vorgerechnet, dass wir allein in der Startelf vom Sonnabend 1250 Landesliga-Spiele an Erfahrung besitzen, dazu kamen Ob vom Wechsel auf der Trainerbank der erhoffte Impuls ausgegangen ist, konnte die 90-minütige Momentaufnahme in Salzwedel noch nicht klären. Doch beim 2:1 (2:1)-Auswärtserfolg vom Sonnabend präsentierte sich ein völlig anderes Union Heyrothsberge als in den ersten vier Saisonspielen. auf der Bank noch einmal 250.“ Ein klarer Vorsprung also im Vergleich zur gastgebenden Eintracht.

Überraschenderweise fand sich am Sonnabend unter der Ergänzungsroutine von draußen auch Christian Gropius. Anders als in den ersten vier Saisonduellen fand sich der Sommerneuzugang nicht von Beginn an in der Sturmzentrale, sondern in der Jokerrolle wieder. Gieselers Überlegung hinter einer vermeintlich kleineren Aufstellung: „Wir wollten das Maximum an spielerischer und läuferischer Qualität auf die Wiese bringen.“ Und nicht zu vergessen das nötige Feuer, wofür sich in Heyrothsberge ein Spieler in ganz besonderem Maß verantwortlich zeigt: „Mit Blick auf die Aggressivität und Mentalität war es Gold wert, dass wir endlich wieder auf Maximilian Schmidt zurückgreifen konnten. Gefühlt hat er am Sonnabend auch keinen einzigen Zweikampf verloren. Daneben ist er für die Stimmung im Team immens wichtig.“ Denn logisch: Mit der ganz breiten Brust gingen die Gäste nicht in die Partie. Auch im Hinblick auf die umformierte Startelf, ein neues System und die veränderte Spielidee galt es zunächst, Sicherheit zu erlangen. So brauchte es bis zu den ersten Torannäherungen durch Karsten Völckel (18.) und Christian Kloska (20.) etwas Anlaufzeit, während der aber auch die Leistung am anderen Ende des Spielfelds stimmte, wie Gieseler bemerkte: „In der Arbeit gegen den Ball war das von Beginn an ein tadelloser Auftritt von uns.“ Und wer wäre vorn geeigneter gewesen, um den Bann zu brechen als Schmidt, der am Sonnabend nach langer Verletzungspause sein Pflichtspiel-Comeback gab? Nach einem Eckball schaltete der Rückkehrer am schnellsten und traf unter Mithilfe des Innenpfostens aus der Nahdistanz zur 1:0-Führung (25.).

Der Treffer verlieh den Unionern spürbare Stabilität. Aus dem Spiel heraus bot Heyrothsberge nur in einer Szene Angriffsfläche, welche die Eintracht prompt mit dem Gegentreffer kurz vor dem Seitenwechsel bestrafte (43.). Zuvor hatte allerdings Völckel nach Vorarbeit von Marco Westhause mit einer starken Willensleistung für das 2:0 gesorgt (38.),so dass die Gäste zur Pause einen knappen Vorsprung behaupteten.

Im zweiten Abschnitt riss Union die Begegnung dann vollends an sich. Zunächst verpasste Kloska aus kurzer Distanz das Ziel (61.), dann scheiterte Völckel an SVE-Keeper Dennis Röhl (65.). Ein Freistoß von Westhause (77.), Kloskas Pfostentreffer (80.) sowie Gelegenheiten durch die eingewechselten Stefan Groth (80.) und Armin Mumisi (90.+1) waren Ausdruck klarer Dominanz, doch eben auch enormer Großzügigkeit vor dem Tor. „Zwei Dinge haben nicht gepasst: Unser Anlaufverhalten und die Chancenverwertung. Wir hätten den Deckel viel früher drauf packen müssen“, monierte der Trainerdebütant, wurde wie seinTeam aber nach vierminütiger Nachspielzeit durch den Schlusspfiff erlöst.

Auf die Tabelle hatten die ersten drei Punkte kaum einen messbaren Einfluss. Heyrothsberge reichte lediglich die Rote Laterne nach Irxleben weiter, da der SVIim Börde-Derby Niederndodeleben mit 2:3 unterlag. Wer aber die 90 Minuten in Salzwedel verfolgt hatte,sah eine Union-Elf, die in Sachen Biss und Körpersprache kaum noch Ähnlichkeit mit den geprügelten Hunden aus dem Warnau-Spiel besaß. Und rein personell hat sich ja auch nur neben dem Spielfeld ein Wandel vollzogen. Woran lag’s also, Herr Gieseler? „Das Potenzial ist und war immer da. Aber Heyrothsberge war stets auch eine Mannschaft, die im Spiel so auftritt wie sie trainiert. Ich hoffe also, dass alle von uns verstanden haben, dass sich die Arbeit, die wir unter der Woche investieren, auszahlt. Denn erst, wenn die Einsatzbereitschaft stimmt, können wir die spielerische Komponente hineinbringen. Und da zähle ich uns nach wie vor zu den Besten der Liga.“

Salzwedel: Röhl – Seehausen, Lohr (46. Stolz), Gebert, Buchmeyer, Müller, Biermann, Kreitz, Roth, Lorek, Heuer

Union: Biegelmeier – Krümling, Peukert, Schmidt, Schäfer, Schlüter, Westhause (80. Mumisi), Kloska (90. Deckert), Raue (70. Groth), Völckel, Wittpahl (73. C.Gropius)

Tore: 0:1 Maximilian Schmidt (25.), 0:2 Karsten Völckel (38.), 1:2 Lukas Biermann (43.)

SR: Laurenz Werner (Glindenberg); ZS: 82

Infos zum Spielverlauf gibt es hier: www.fupa.net/match/sv-eintracht-salzwedel-m1-sv-union-heyrothsberge-m1-221001

Bilder vom Spiel von Michael Donau finden Sie hier: www.fupa.net/photos/sv-eintracht-salzwedel-sv-union-heyrothsberge-415281#8

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Exklusiver Gesundheitspartner des SV Union Heyrothsberge.

Wir sind stolz, dass wir mit der Helios Fachklinik Vogelsang / Gommern am 01.06.2018 einen Kooperationsvertrag abschließen konnten.

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